Will Amazon einen großformatigen eBook-Reader bringen?

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Ein Kindle 3 als Retter der Zeitungsbranche? Die New York Times will so etwas gehört haben.

Noch in dieser Woche soll ein neuer großformatiger eBook-Reader als Zeitungs-Ersatz kommen, frohlockt die New York Times, die dies aus zuverlässiger Quelle erfahren haben will. Das Lesegerät soll digitale Zeitungen anzeigen, das Geschäftsmodell dazu soll den Zeitungsverlagen ermöglichen, viel von dem an das Web verlorenen Geschäft wieder ins eigene Haus zu holen.

Dies ist nicht gerade realistisch, und mal ehrlich: Taucht da im Kopf nicht das lächerliche Bild von U-Bahn-Fahrern auf, die »die Zeitung« umblättern wollen und dabei die riesigen Displays auf den Kopf des Nachbarn fallen lassen? Nein? Gut. Wie soll ein Kindle 3 dann den Zeitungsverlagen Hoffnung geben?

Zumindest der Beginn der NYT-Story klingt noch realistisch: Es solle hier nicht um technische Neuerungen gehen, sondern vor allem ums Geschäft. Also »Kindle zweieinhalb«?

Dann aber erklärt die Zeitung, dass die ganze Verlagsbranche Hoffnung mit den neuen Lesegeräten verbinde. Einige Zeitungen säßen bereits mit im Boot, heißt es da. Die New York Times befragt einige Verlagsmanager zu ihren Hoffnungen. Diese sehen offenbar wirklich nur die gesparten Druckkosten, drängt sich da beim zweiten Lesen auf. Und welcher Leser nimmt ein so sperriges und teures Gerät mit, wenn er die papierene Zeitung nach dem Lesen schlicht und einfach entsorgen kann? Hinzu kommt, dass so ein großes Gerät teurer in der Herstellung ist als ein kleiner E-Book-Reader. Er eignet sich also allenfalls als Werbegeschenk für Dreijahres-Abos von Premium-Magazinen.

Andererseits: Viele Trends kommen ganz unvorhergesehen un niemand weiß, welche Gimmicks Amazon den Zeitungsverlagen hier noch verkaufen konnte. µ

Amazons next Topmodel

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