Microsoft listet SP2-unfähige Programme

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Microsoft bemüht sich um Sicherheit, doch manche Applikationen müssen so effektiv laufen, dass Software-Hersteller Funktionen und Speicher direkt statt über APIs aufrufen und so einige Sicherheits-Checks umgehen. Das führt bei Updates natürlich zu Pannen. Microsoft nennt nun Software, die nicht mit Vista SP2 oder Windows Server 2008 SP2 läuft.

In automatischer Übersetzung radebrecht Microsoft: »Bei Programmen, bei denen Auftreten eines Funktionalitätsverlusts, nachdem Sie Service Pack 2 für Windows Vista oder Windows Server 2008 installieren, bezeichnet wird »«. Und entschuldigt sich gleich in der Zeile darunter: »Hinweis: Dies ist ein maschinell übersetzter Artikel.« http://support.microsoft.com/kb/969707#mtDisclaimer

Wichtig für den Techniker im Unternehmen ist weniger das passende Deutsch, sondern vielmehr der fachliche Gehalt. Und den liefert Microsoft: In seiner großen Liste nennt der Software-Riese zahlreiche Programme, die nicht mehr vollständig funktionieren, wenn SP2 für Vista oder das SP2 für den Windows Server 2008 aufgespielt werden.

Damit umgeht Microsoft diesmal schon vorsorglich die Beschwerden von Kunden, bei denen möglicherweise unternehmenskritische Anwendungen nicht mehr laufen. Dieses Schicksal war einigen Anwendern mit dem ersten Vista-Release unterlaufen – was wohl mit dazu beigetragen hatte, dass Vista zum Verkaufsflop bei Unternehmenskunden wurde.

So erklärt MS nun, man solle sich an den Hersteller der fehlerhaften Software wenden, der sicherlich schon ein Update habe: »Wenden Sie sich an den Hersteller der Software. Besuchen Sie beispielsweise den Supportbereich der Software-Kreditor-Website. In Lage ist möglicherweise, eine Anwendungsaktualisierung zu finden, in der Windows Vista SP2 und Windows Server 2008 SP2 erwähnt werden, oder Sie können eine neuere Version des Programms, das nach Service Pack 2 veröffentlicht wurde, finden«.

MS bestrebt tatsächlich, Anwendungen bei Unternehmenskunden lauffähig zu halten – Microsoft-Techniker kontaktieren daher Gesprächen unter Programmierern zufolge angeblich sogar wichtige Software-Hersteller, wenn sie derartige Probleme hören. In der Krisenzeit kämpft man eben um jeden Kunden. (Manfred Kohlen)

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