US-Marktforscher: Intel und nVidia gewinnen in der Krise

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Das Licht am Ende des Tunnels muss nicht unbedingt ein entgegenkommender Zug sein. Leuchtende Beispiele seien die Marktgewinner Intel und nVidia.

»Das Licht am Ende des Tunnels könnte nur ein entgegenkommender Zug sein« warnten Pessimisten zu Beginn der Wirtschaftskrise. Doch einige Unternehmen haben offenbar ein Händchen dafür, gut auf die Krise vorbereitet zu sein oder einfach nur den richtigen Riecher zu haben. So wie Amazon mit den Kindle-Readern erstaunliche Gewinne vorweisen konnte, profitierte Intel von der Nachfrage nach Netbooks durch seine Atoms (obwohl Kritiker meinen, Intel wolle lieber CPUs mit höherer Gewinnmarge verkaufen), doch auch manche anderen Unternehmen zeigen sich gut gerüstet.

Besonders die trotz Umsatzverlusten gute Finanzleistung von Intel und nVidia sei ein gutes Zeichen, sagen die Analysten von Jon Peddie Research mit Blick auf das erste Quartal. Insbesondere die Lieferung von Grafikchips zeige, dass es wieder bergauf gehe – die Hersteller und Wiederverkäufer hätten schließlich zuvor in der zweiten Jahreshälfte 2008 ihre Orders gestoppt, die Konsumenten und Firmenkunden aber hätten fleißig weitergekauft. Bei Intel und nVidia seien die Lager an Grafikchips sogar langsam leergekauft worden. Intel und nVidia seien also die klaren Quartals-Gewinner, heißt es in dem Report.

Und warum am Ende des Tunnels kein einfahrender Zug, sondern tatsächlich Licht ist, würden die Vergleichszahlen untermauern: Die letzten 8 Jahre hätten die Wachstumsraten zwischen Quartal 4 und 1 bei 5,6% gelegen, nur dieses Jahr seien sie auf 3,3 Prozent gesunken. Aber Intels Marktanteil sei in diesem Quartal sogar um 7,5 Prozent gestiegen (AMD um 8,5 Prozent gesunken), nVidia stieg um 4,8 Prozent.

Peddie prophezeit einen Aufschwung im dritten Quartal 2009. Er sei getrieben von wichtigen Software-Upgrades wie Windows 7 und Snow Leopard. Die Marktanalysten fügen noch an, dass auch in Elektronik, Automotive und sogar der Immobilienindustrie (die die Krise auslöste) alle alten Bestände bis Sommer beseitigt würden – und dann die Neu-Produktion wieder anziehe.
Die Studie ist für 3500 Dollar hier zu haben.

Links zum Thema:
John Peddie Associates
Amazons gute Zahlen
Atom-CPUs zum richtigen Zeitpunkt?
Intel-Quartalszahlen
Offizielle nVidia-Quartalszahlen: Webcast am 7. Mai

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