Atom-Nachfrage sinkt – Ende der Netbooks in Sicht?

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Ein Report in der taiwanischen Digitimes berichtet, dass Intel einen Überschuss von Atom-CPUs loswerden will und  sie zum Discountpreis an Widerverkäufer »verscherbelt«. Ein Zeichen für das Ende eines Booms?

Während wir gestern noch darüber berichteten, dass deutsche Händler den Netbooks noch ein halbes oder ganzes Jahr geben, heißt es im Land der Hersteller, die Nachfrage nach den Atom-CPUs, die in Netbooks genutzt würden, sei gesunken. Nach dem Report der inselchinesischen Marktbeobachter von Digitimes sind die Prozessoren jetzt zum Discountpreis auf dem Spotmarkt.

Das erste Zeichen von Schwäche auf dem Netbook-Markt? Vielleicht ist der Grund ein anderer: Immerhin sind die Gewinne, die Intel damit machen kann, gering – Grund also, die Atoms loszuwerden, um sich auf profitablere Geschäfte zu konzentrieren, meint Inquirer-Gründer Mike Magee.  Die CPUs mit den atomar kleinen Gewinnmargen waren nur so lang ein gutes Geschäft für Chipzilla, wie noch einträglichere Prozessoren für Lowcost-Netbooks verkauft werden konnten. Schlaue Low-end-Notebook-Produzenten kaufen aber keine Celerons mehr, sondern orientieren sich nun an den weitaus preisgünstigeren Atoms.

Magee glaubt, dass Intel im Stillen hofft, der Netbook-Boom sei bald vorbei und die Nutzer wieder kaufen, was professionell wichtig und gewinnträchtig ist – von den kleinen süßen Netbooks seien die ernsthaften User sowieso bald enttäuscht. Wer nur surft, ist mit den »Netties« glücklich, für komplizierte Excel-Sheets sind sie aber Schwächlinge. µ

Netbook-Trends in Deutschland
Digitimes: Sinkende Atom-Nachfrage
Mike Magee über Intels Gewinnmargen-Atomisierung

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