Was kostet ein verlorenes Notebook wirklich?

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Die Antwort ist haarsträubend: Sie lautet 49, allerdings zählen in diesem Fall wieder mal die Nullen. Denn mit genau 49.246 Dollar beziffert das Ponemon Institute in den USA den finanziellen Verlust, wenn der stolze Besitzer mal nicht aufpasst und sein Mobilrechner die Mücke macht. Doch das schauen wir uns lieber genauer an.

Auftraggeber Intel wollte in Form einer Studie wissen, mit welchen Kosten der Verlust eines Notebooks tatsächlich verbunden ist. Denn es geht, wie man sich nach Adam Riese schon denken kann, nicht um das Gerät allein. Für die verlorenen gegangenen Rechner gaben die Befragten einen durchschnittlichen Wiederbeschaffungswert von »nur« etwa 1.600 Dollar an.

Richtig teuer wird es daher erst, wenn kriminelle Energien auf die Firmendaten zugreifen. Hier kommt das Institut auf einen Durchschnittswert von fast 40.000 Dollar, doch zeigt sich hier auch der leicht tendenziöse Pferdefuß der Auftragsstudie: Für die meisten Fälle war gar kein Schaden anzugeben, nur bei zehn der insgesamt 138 verlorenen Notebooks entstand ein Schaden von über 200.000 Dollar und – das treibt den Durchschnitt signifikant – teilweise sogar von über einer Million.

So weit, so shocking. Und irgendwie realitätsfern. Ein konkret verwertbares Ergebnis der Studie ist letztlich das daraus hervorgehende Plädoyer für Backups und Verschlüsselungsverfahren. Und auch der Zeitraum, der bis zur Feststellung eines Verlusts vergeht, ist – ähnlich wie bei einer Kreditkarte – von einiger Bedeutung. Denn Verbrecher haben nicht nur »kein Auto, kein Notebook, kein Geld« sondern vor allem keine Zeit.

Ein weiteres Ergebnis kann nachdenklich machen: Je höher die Position des Besitzers, desto teurer das Notebook, so die Studie. Aber: Bei einem hochrangigen Manager beträgt der Gesamtverlust nur knapp 30.000 Dollar, ein “einfacher” Manager bringt es hingegen auf einen angerichteten Schaden von stattlichen 60.000 Dollar. Das kann uns einiges sagen. Nur, was?