Studie: Filesharing-Tools in fast allen Unternehmensnetzwerken

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Einer Studie des Sicherheitsunternehmens Paolo Alto Networks zufolge sind in 92 Prozent aller Unternehmensnetzwerke P2P-Anwendungen fürs Filesharing installiert.

In der Regel versuchen Firmen ihre Netze durch Firewalls, Intrusion Detection Systeme und URL-Filter zu schützen, doch die Mitarbeiter schaffen es offenbar regelmäßig, diese zu umgehen. Zum Beispiele mit P2P-Tools, die mittlerweile so konzipiert sind, dass sie sich auch hinter Firewalls einsetzen lassen. Das Problem: so finden nicht nur Schadprogramme ihren Weg ins Netzwerk, sondern dieses wird auch über die Maßen durch den Dateitausch belastet.

Für eine Studie untersuchte Paolo Alto Networks die Netzwerke von etwa 60 großen Unternehmen und entdeckte in 92 Prozent P2P-Programme, zumeist Clients für Bittorent und Gnutella. In einigen Netzen liefen sogar 17 unterschiedliche Varianten.

Doch auch Filehoster wie Rapidshare und MegaUpload sind bei den Angestellten beliebt. In der Studie zeigte sich, dass in 76 Prozent der Firmen Dateien von diesen Diensten heruntergeladen werden.

»Speziell in diesen wirtschaftlich schwierigen Zeiten ist es fahrlässig, dass Unternehmen Budgets für Sicherheitsprodukte verschwenden, die nicht funktionieren«, bemängelt Lane Bess, Chef von Palo Alto Networks. Denn von den 494 verschiedenen Anwendungen, die man in den Firmennetzwerken aufspürte, schafften es 57 Prozent an der Firewall vorbei, etwa durch den Wechsel auf die Ports 80 und 443 oder getunnelte Verbindungen.

Mehr als die Hälfte der Bandbreite in den untersuchten Netzwerken wurde laut der Studie von nur 28 Prozent der Anwendungen belegt. Die meisten davon werden wohl mehrheitlich privat und nicht für die Arbeit genutzt, zum Beispiel Media Streams, Downloads von Filehostern und mit P2P-Tools sowie Social Networks. (Daniel Dubsky)