Logitech laufen die Mäuse weg

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Die Computermäuse laufen, doch nicht das Geschäft mit ihnen. Die finanziellen Mäuse laufen sogar davon, sagen die gestern veröffentlichten Unternehmenszahlen.

Mit Ergonomie hat es nichts zu tun, dass sich die Mäuse von Logitech nicht so gut halten lassen. Eher mit Angebot und Nachfrage, und die ist offenbar derzeit gar nicht gut. So vermeldet der Schweizer Hersteller von Eingabegeräten einen Nettoverlust von 35 Millionen im vierten Quartal und einen Umsatzeinbruch von 32 Prozent.

Mit nur noch 408 Millionen Dollar Quartalsumsatz (vergangenes Jahr waren es im gleichen Zeitraum 601 Millionen), und – da zappeln die Mäuse! – hat sich der Gewinn des gleichen Quartals im Vorjahr (60,3 Millionen Dollar) böse in die Gegenrichtung bewegt. Eben die besagten 35 Millionen.

Logitech-Chef Gerald P. Quindlen gibt der Finanzkrise und der fehlenden Nachfrage die Schuld. Das OEM-Geschäft sank um 33 Prozent, das US-Geschäft ebenso und europäische Käufer hatten fast Angst vor den Nagern: hier fiel der Umsatz um 36 Prozent. Der Verkauf in Asien ging um moderate 14 Prozent zurück.

Quindlen erwartet ein noch schlimmeres kommendes Quartal – und widerspricht damit dem, was die Süddeutsche Zeitung gestern zu einer Aussage eines Deutschbankers zu Gesamtwirtschaft titelte: “Schlimmer wird’s nimmer”.

Übrigens: Auch Microsoft macht Mäuse. Ob hier auch Nager und Scheine gleichermaßen abhanden kommen, werden die aktuellen Zahlen zeigen – und die werden noch heute veröffentlicht. Steve Ballmer ist bekannt dafür, die Mäuse eher verzweifelt festzuhalten, selbst wenn sie ihm davonlaufen wollen.  µ

Logitech-Meldung

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