EU-Entscheidung gegen Intel steht wohl

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Im Kartellprozess gegen Intel haben die Wettbewerbshüter der EU ein vorläufiges Urteil gefällt und dieses den Mitgliedsstaaten zukommen lassen.

Der Nachrichtenagentur Reuters zufolge hält es die EU für erwiesen, dass Intel seine Marktmacht missbraucht hat, um den Dauerkonkurrenten AMD zu behindern. Unter anderem, so warf AMD dem Marktführer vor, wurden PC-Hersteller unter Druck gesetzt, damit diese keine Prozessoren von AMD verbauen.

Eine offizielle Bestätigung steht noch aus. Sollten die Informationen der Reuters-Quelle stimmen, könnte die offizielle Entscheidung jedoch schon in den nächsten Wochen verkündet werden.Immerhin machte die EU zuletzt Druck, um das Verfahren noch vor Ende der Amtszeit von Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes abzuschließen, und ließ Intel mit einem Antrag auf Fristverlängerung abblitzen.

Wie hoch die Strafe für Intel sein wird, ist noch unbekannt. Im Raum steht jedoch eine Zahlung in Höhe von zehn Prozent des Jahresumsatzes. (Daniel Dubsky)