Botnetze versenden bis zu 25.000 Mails pro Stunde

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»Unendliche Weiten!« türmen sich in den Spam-Listen, doch es kommen immer wieder neue Mail-Ungeheuer, die diese Filter umgehen können. Als Captain Kirk der Spam-Bekämpfer will sich nun Phil Hay dagegenstemmen. Mit webweiter Ursachenforschung geht er den Spams auf den Grund.

Genau so mysteriös wie der Firmenname des Security-Experten »Marshal 8e6« sind die Hintergründe seiner Forschung. Seine Forschungseinrichtung Tracelabs will die Ursprünge des Universums Ursprünge und Entwicklung der Botnetze und deren Funktion überprüfen und diese auseinandernehmen. Die Forscher sezieren dabei tausende von Provider-Logfiles (Forscherzitat: »they go where no man has gone before«) und erkunden so die Arbeitsweise der Bots. So entdeckt man zwar keine neuen Galaxien, doch immerhin, dass die aktiven Botnetze zur Zeit bis zu 25.000 Nachrichten pro Stunde verschicken können.

Mitarbeiter Phil Hay mit dem vielsagenden Titel »Senior threat analyst« erklärt nun, man wolle bei der Suche herausfinden, wie die Botnetze arbeiten, die inzwischen den Großteil der Spam-Mails versenden. Das Verständnis dieser »unendlichen Weiten« könne wiederum zu neuen Algorithmen führen, die nicht nur generelle Spam-Bekämpfungsfunktionen bieten, sondern sich auf die Spezialitäten der jeweils absendenden Botnetze einstellen könnten.

Endlich ein Security-Forscher, der das Unkraut an der Wurzel packen will! »Versteht man die Schlüssel-Botnetze, kann man den Anteil der Spams signifikant verringern«, meint denn auch Hay. Der mutige Spam-Raum-Erkunder trägt hoffentlich zur digitalen Unkrautvernichtung bei. µ

Botnet-Forschung von Tracelabs

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