Überraschung: Oracle kauft Sun

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Nicht IBM schnappt sich den Java- und Server-Spezialisten Sun, sondern Oracle. 7,4 Milliarden Dollar lässt sich der Datenbankriese die Übernahme kosten.

Oracle, das schon mehrere Milliardenübernahmen gestemmt hat, beispielhaft seien hier Peoplesoft und Bea Systems genannt, hat heute angekündigt, Sun für 9,50 Dollar pro Aktie zu übernehmen. Das macht insgesamt etwa 7,4 Milliarden Dollar und liegt über dem kolportierten IBM-Angebot vom März.

Nachdem die Gespräche zwischen IBM und Sun gescheitert waren, wurde über andere Interessenten spekuliert, die allerdings allesamt abwinkten. Oracle war nicht dabei und kommt nun einigermaßen überraschend zum Zuge. Die Akquisition von Sun verändere die IT-Industrie, erklärte denn auch Oracle-Chef Larry Ellison, der hervorhob, dass nun die beste Business-Software mit leistungsfähigen Computer-Systemen vereint sei, was Oracle als einziges Unternehmen in die Lage versetze, vollständig integrierte Systeme anzubieten.

Auch bei Sun zeigte man sich zufrieden. Beide Unternehmen seien Pioniere und Partner seit mehr als 20 Jahren, sagte Sun-Chef Scott McNealy, die Übernahme wäre da eine natürliche Weiterentwicklung dieser Geschäftsbeziehung. (Daniel Dubsky)