Leisure Suit Larry holt sich die Sonne

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Genauer gesagt: Oracle-Chef Larry Ellison hat wieder einmal zugeschlagen und für 7,4 Milliarden Dollar Sun Microsystems erworben.

Böse Zungen behaupten, der Oracle-Chef entspreche in seinem manchmal protzigen Benehmen dem Bild des Larry aus dem Computerspiel der 80er-Jahre. Der Oracle-Larry hat es jedoch weiter gebracht als die gleichnamige Spielefigur – in seinem Milliardenspiel ging bisher sogar alles gut.

Dass die Milliardenübernahmen von Peoplesoft, Hyperion, BEA und ein paar anderen Käufen auf Pump so gut funktioniert haben, ist vor allem Oracle-President Charles Phillipps zu verdanken, der Larrys kühne Träume in funktionierende Geschäftsstrategien packen konnte. Manchmal ruckelt es zwar noch beim Zusammenführen der Produkte, doch die Gewinne sprießen und damit Oracles Marktmacht.

Auch mit dem Kauf von Sun, dessen Chef Scott McNealy sich Gerüchteklopfern zufolge den Deal mit IBM durch divenhaftes Verhalten zerstört haben soll, wird sich Ellisons Management-Team wieder einmal einen großen Brocken ans Bein binden.

Doch Larry und Scott sind zwei starke Persönlichkeiten mit historischen Visionen für die Zukunft der IT-Branche. zwei Alpha-Tiere – es wird also eine schwere Ehe, doch aus dieser dürften durchaus einige gesunde und gerade in der Krise widerstandsfähige Kinder (Produkte) entspringen. Beide arbeiteten bereits als Partner, und beide setzen in einigen Produktkategorien auf OpenSource-Strategien.

Was hier wohl entstehen wird? Der Java Relationship Manager? MyPeopleSoftSQL? OpenOffice mit Hyperion-BI? Das Ergebnis ist spannender und weniger vorhersehbar als die Wettervorhersage. µ

Meldung: Oracle kauft Sun
Top 100 der IT: Oracle-President Charles Phillipps

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