Bahn schnüffelte auf Festplatten von Mitarbeitern

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Die Deutsche Bahn soll nicht nur die Mails ihrer Mitarbeiter kontrolliert, sondern auch deren Dateien durchforstet haben. Das sei aber nur in Fällen geschehen, wo es konkrete Verdachte auf Straftaten gegeben habe, erklärte das Unternehmen.

Der Spiegel hatte berichtet, dass die Bahn auf den Festplatten ihrer Mitarbeiter Dateien gezielt nach bestimmten Schlüsselworten durchsucht habe. Das Unternehmen weist die Vorwürfe allerdings zurück und teilte mit, Mitarbeiter seien nur in solchen Fällen überprüft worden, wo es um den konkreten Verdacht der illegalen Datenweitergabe gegangen sei. Nur in diesem Zusammenhang habe man auch den Inhalt von Festplatten gesichtet.

Ende März war zudem bekannt geworden, dass bei der Bahn die Mails ihrer Mitarbeiter kontrolliert hatte, um Kontakte zu Journalisten aufzudecken. Wie der Spiegel nun berichtet, habe man auch ganz gezielt überprüft, ob Mitarbeiter mit dem Bundestagsabgeordneten Uwe Beckmeyer in Kontakt standen, dem verkehrspolitischen Sprecher der SPD. Bei der Bahn heißt es dazu, dass eine Überwachung oder Ausspähung von Journalisten, Politikern oder deren Mitarbeitern nie stattgefunden habe. (Daniel Dubsky)