Microsoft limitiert Windows 7 Upgrade-Optionen für Firmen

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Tod der Volumenlizenz? Wer keinen Wartungsvertrag nach dem Software-Assurance-Programm hat, bekommt die Updates zum neuen Windows erst ab 25 PCs aufwärts. Sonst gelten Verbraucher Konditionen statt die preiswerteren Volumenlizenzen.

Microsoft will die versprochenen »Upgrade-Rechte« auf Windows 7 beschneiden. Und zwar sollen die Vista- und XP-Nutzer, die unter ein und derselben Adresse weniger als 25 PCs betreiben, mit Einzellizenzen Vorlieb nehmen. Alle Firmen mit über 25 Rechnern müssen in jedem Fall das Software-Assurance-Programm für ihre Migrationspläne in Anspruch nehmen – ob sie den zugehörigen Service wollen oder nicht.

Beide Firmengrößen sind so im Nachteil: die kleineren bekommen keine bezahlbaren Volumenlizenzen mehr, die größeren müssen ihre Anwälte auf die SA-Verträge ansetzen, berichtet die Website TechARP, die in der Regel gut informiert ist.

Die 25er-Grenze bedeutet, dass viele kleine Unternehmen mit vielleicht nur 23 Rechnern ihre Migrationspläne verschieben müssen, bis die Verbraucherlizenz erhältlich ist. Die Website Networkworld sieht die Zeitdauer von Migrationen als Stolperstein für Microsoft: Allen Erfahrungen zufolge brauchen die mittelgroßen Unternehmen etwa ein Jahr nach Software-Verfügbarkeit, bis sie endlich komplett migrieren.

Die Fina Beta von Windows 7 kommt zwar Gerüchten zufolge schon im Mai, offizieller Auslieferungstermin ist aber erst im Januar 2010. Branchenbeobachter glauben, dass Windows 7 vieleicht schon diesen Herbst kommt – der Verlust der Nicht-Auslieferung wäre zu hoch für Microsoft.

Doch wer jetzt einen PC mit XP oder Vista kauft, der soll sogar Rechte bekommen, kostenlos auf 7 umzusteigen – und das könnte online vielleicht schneller gehen als von Kritikern erwartet. Dieser Konsumenten-Service könnte übrigens auch für kleinere Firmen passen, die kein SA kaufen. Unternehmen, die über 25 PCs besitzen und bereits den SA-Vertrag haben, bekommen ihre Upgrades im Rahmen des Vertrags ohnehin. Wer als »Größerer« keinen SA hat, muss ihn eben kaufen, sagt Microsoft.

Unser Tipp für Unternehmen: Nach der Finanzkrisen-Budget-Zurückhaltung jetzt noch billige XP-Rechner mit diesen Rechten kaufen, dann die User selbst migrieren lassen. Und wer die »Ab-25-PCs-Verträge« vermeiden will, kann für jede »Niederlassung« (unterschiedliche Briefkasten-Adressen tun es wohl auch) extra Einzellizenzen ordern. Vorher muss er aber für den Bedarf seines Unternehmens rechnen, ob SAs oder Einzellizenzen preiswerter sind. (Manfred Kohlen)

 

 

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