NetMediaEurope Podcast Nr. 8 vom 03. April 2009
Der wöchentliche IT-Talk von PC Professionell, Gizmodo, eWeek & Channel Insider

Allgemein

YouTube sperrt Musikvideos für deutsche Nutzer, weil man sich mit der GEMA auf einen neuen Vertrag einigen kann. Die Leidtragenden sind die Nutzer und die Künstler, meinen die Redakteure im Podcast. Außerdem geht es um Skype auf dem iPhone und den bayerischen Innenminister, der mit seinem Vergleich von Ballerspielen mit Kinderpornografie tief in die Populismuskiste gegriffen hat.

Die Themen im Podcast

YouTube-Betreiber Google und die Verwertungsgesellschaft GEMA liegen weit auseinander – nicht nur, was das finanzielle betrifft. Denn während Google lediglich eine Pauschalzahlung anbietet, wünscht die GEMA detaillierte Informationen, welche Videos wie oft abgespielt wurden, um die Künstler entsprechend zu entlohnen. Allerdings, so beschwert sich Google, will die GEMA nicht damit herausrücken, welche Künstler sie überhaupt im Repertoire hat. Beide Parteien beharren auf ihren Positionen, dabei wäre es sehr wichtig, sich schnell zu einigen, um den Nutzern bei YouTube wieder das volle Programm bieten zu können. Im Interesse der Künstler wäre das sicher auch.

Die weiteren Themen im Podcast:

– Research in Motion tut es Apple gleich und hat einen App Store eröffnet, über den sich Blackberry-Nutzer neue Anwendungen herunterladen können. Für Entwickler winkt sogar ein etwas größerer Verdienst als beim Apple-Pendant. Bald soll es dort auch eine Blackberry-Version von Skype geben. iPhone-Nutzer sind hier schon etwas weiter – die iPhone-Version der VoIP-Software steht seit dieser Woche zum Download bereit.

– Die Deutsche Telekom ist beleidigt, weil die Bundesnetzagentur entgegen ihren Wünschen die Entgelte für die letzte Meile gesenkt hat. Nun müssen man schauen, ob man sich den Breitband-Ausbau in Deutschland überhaupt noch leisten könne, erklärt der Ex-Monopolist.

– Mit populistischen Äußerungen fiel in dieser Woche der bayerische Innenminister Joachim Hermann auf. Er forderte von der Spieleindustrie einen Verzicht auf Killerspiele und erklärte, diese stünden auf einer Stufe mit Kinderpornografie.

– Und noch etwas nettes zum Wocheende: in einer Studie kommen australische Wissenschaftler zu dem Ergebnis, dass es die Produktivität der Mitarbeiter steigert, wenn sie am Arbeitsplatz hin und wieder etwas privat surfen, weil das Gehirn so abschalten und sich erholen kann.

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Daniel Dubsky, Manfred Kohlen, Mehmet Toprak

Die drei Podcaster von links nach rechts: Daniel Dubsky (PC Professionell), Manfred Kohlen (Chefredakteur) und Mehmet Toprak (eWeek europe)