Internet-Traffic in Schweden bricht nach neuem Anti-Piraterie-Gesetz ein

Sicherheit

Bei Urheberrechtsverletzungen lassen sich in Schweden die Identitäten der Internet-Nutzer leichter feststellen als früher. Das hat viele User wohl eingeschüchtert, denn binnen eines Tages bracht der Internet-Traffic um ein Drittel ein.

Laut der schwedischen Firma Netnod ging das Datenaufkommen an dem Tag, als das Gesetz in Kraft trat, von 120 GBit/s auf 80 GBit/s zurück. Viele Nutzer machen sich offenbar Sorgen, da sich die Rechteinhaber nun bei Urheberrechtsverletzungen eine richterliche Anordnung besorgen und vom Provider die Herausgabe der Nutzerdaten fordern können.

Christian Engstrom von der schwedischen Piratenpartei geht allerdings davon aus, dass es sich nur um einen temporären Traffic-Einbruch handelt. Die Erfahrungen in anderen Ländern zeigten, dass es nach dem Absturz meist schnell wieder aufwärts geht – die Nutzer bräuchten meist nur ein paar Wochen, um herauszubekommen, welche Sicherheitsvorkehrungen sie treffen müssen, um wieder anonym Dateien zu tauschen, sagte er der BBC. (Daniel Dubsky)