Dorfbewohner stoppen Google Streetview

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Ein britisches Dort hat sich erfolgreich dagegen zur Wehr gesetzt, dass Google Straßen und Gebäude für seinen Dienst Streetview fotografiert.

Die Einwohner von Broughton hinderten einer AFP-Meldung zufolge das Auto mit den Kameras am Weiterfahren. Ein Dorfbewohner hatte es entdeckt und gleich seine Nachbarn informiert. Sie fürchteten, durch die Bilder ihrer Häuser bei Google Streetview würde Einbrechern die Arbeit erleichtert.

Die Dorfbewohner riefen auch die Polizei, doch als diese eintraf war das Google-Auto schon weitergefahren. Dennoch war die Aktion ein Erfolg, tauchen doch bei Streetview – zumindest vorerst – keine Bilder von Broughton auf.

Der Google-Dienst steht schon länger in der Kritik, wurden doch auch ahnungslose Menschen beim Bohren in der Nase, beim Sonnenbaden im Bikini oder beim Besuch eines Pornokinos abgelichtet. Ein US-Pärchen scheiterte zwar erst vor kurzem mit seiner Klage gegen Streetview, das allerdings vor allem, weil es sich damit sehr in die Öffentlichkeit gedrängt hatte. So erschien es wenig glaubhaft, die beiden seien sehr auf Anonymität und Datenschutz bedacht.

Wer sich selbst bei Streetview entdeckt, hat seit einigen Monaten die Möglichkeit, sich bei Google zu melden, um sein Gesicht auf den Fotos unkenntlich machen zu lassen. (Daniel Dubsky)