Angst bei Microsoft: Die Russen kommen!

Allgemein

Weil russische Behörden eine Untersuchung im PC-Betriebssystem-Bereich starteten, bangt man bei MS: Die Softwarefirma könnte auf eine Liste derjenigen Unternehmen kommen, die unter staatlicher Aufsicht stehen.

Unternehmen, die in Russland einen Marktanteil von über 35 Prozent in ihrem Bereich haben, geraten unter staatliche Aufsicht. Und die verhängt oft auch sehr unangenehme Wettbewerbskontrollen. Keine Sorge, Windows muss nicht in den Gulag.

Dass die Russen erst jetzt so ichtig aufmucken, wundert ohnehin. Die EU hat schon vor Jahren Microsoft zu mehr Offenheit geknechtet und viel Geld gekostet. Vor der Russischen Föderation hat man aber vermutlich nun wirklich Angst. Die prüft einem Bericht von cnet zufolge eine noch strengere Kartellrechtskontrolle der suspekten amerikanischen Borgs.

Ein Sprecher des Softwarekonzerns hat gegenüber dem US-Informationsdienst die Gerüchte bestätigt und dabei die MS-üblichen Antworten gegeben: »Wir arbeiten uneingeschränkt mit den Behörden zusammen«.

So hieß es auch schon vor den EU-Untersuchungen – bevor Microsoft später doch eine erkleckliche Summe bezahlen musste.(Bild: cnet)
Das Zugeständnis der Windows-Billigvariante »Starter-Edition« ändert an der Monopolstellung im Grunde nichts. Und so vermuten Beobachter nur das in Russland häufige Possenspiel um Bakschisch und Investitionen. Dawaj! µ

CNet-Bericht

MS und das Kartellrecht, kleine Chronik:

2005: MS erfüllt EU-Auflagen nicht
Januar 2009: EU hat MS erneut im Viser
Februar 2009: Google und MS bezichtigen sich gegenseitig
März 2009: EU gibt Microsoft mehr Zeit

danach noch Korea und andere – jetzt ist Russland am Zug.

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