Telekom will Breitband-Ausbau überdenken

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Die Entscheidung der Bundesnetzagentur, die Preise für den Zugang zur letzten Meile zu senken, trifft bei der Deutschen Telekom auf Widerstand. Man müsse jetzt die Anbindung unterversorgter Gebiete im ländlichen Raum auf den Prüfstand stellen, heißt es seitens des Konzerns.

Mit den von der Bundesnetzagentur festgelegten Entgelten könne man keine Breitbandversorgung in Deutschland sicherstellen, teilt die Telekom mit. Jetzt müssten die Wettbewerber, die niedrigere Preise gefordert hatten, selbst investieren – ein Unternehmen allein sei nicht in der Lage, die Last des Breitband-Ausbaus zu stemmen.

Die Telekom will ihre Aktivitäten überdenken. »Die Entscheidung der Behörde ist für uns ein Investitionshemmnis«, sagte Finanzvorstand Timotheus Höttges.

Vor allem ärgert man sich, dass die Bundesnetzagentur in ihren Berechnungen die Kosten für den Personalumbau bei der Telekom nicht berücksichtig hat. Das sei aber angebracht, wäre doch die Liberalisierung des TK-Marktes die Ursache für den Unternehmensumbau gewesen. (Daniel Dubsky)