Silicon Graphics schon wieder pleite

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Das Unternehmen, das früher einmal als der Inbegriff von Computergrafik-Servern galt, geht das zweite Mal in Insolvenz. Die Firma Rackable hat sofort zugegriffen und SGI gekauft.

Die ewig strauchelnde Firma SGI ist schon wieder gestolpert. Im Mai 2006 hatte SGI schon einmal Zahlungsunfähigkeit und Gläubigerschutz nach dem amerikanischen Chapter 11 angemeldet. Damals hatte die Firma 664 Millionen Dollar Schulden. Nun hat die Firma noch immer ein Problem: Die Verluste belaufen sich auch nach einer Reorganisation noch auf 38,2 Millionen im Quartal, Tendenz steigend.

Und so hatte SGI im Dezember angekündigt, mehr als 15 Prozent seiner Mitarbeiter kündigen müssen , Anfang März dies tatsächlich erledigt – und hat es doch nicht geschafft, aus den roten Zahlen zu kommen.

Dabei macht die Firma inzwischen leistungsfähige Blade-Server fürs Cloud-Computing, basierend auf Intels Nehalem. Das haben nur die Kunden noch nicht entdeckt, denn HP und IBM nehmen einfach mehr Geld fürs Marketing ihrer Leistungen in die Hand, der alte Recke SGI wird nicht mehr anerkannt. Das hat Provider Rackable erkannt und sofort 25 Millionen Dollar Cash in die Hand genommen, um den Markennamen SGI und seine Technik für sich zu retten. Rackable übernimmt die Schulden, wird aber vermutlich noch mehr Stellen bei SGI abbauen müssen. SGI-Chef Robert Ewald kündigt dies in einer Mail an die SGI-Kunden an. (Manfred Kohlen)

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