Expertenstreit um conficker-Wurm

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Die größte Drohnen-Armee nach Star-Wars-Vorbild? Oder nur ein Aprilscherz? Die Experten streiten sich über die Wirkung von conficker.c und überlassen den Netzwerk-Administratoren, ob diese ihre User schützen.

Dass der Digital-Bösewicht am 1. April viel Ungemach über die Welt bringen wird, da sind sich einige Security-Experten sicher. Sie wissen nur noch nicht, wie: Conficker.c kann sich selbst ständig mit neuem Code versorgen. Während einige Institutionen und Antivirenhersteller sagen, sie hätten das Problem im Griff – schlimmer als das Jahr-2000-Problem sei es nicht – sieht es ein Experte anders.

Ram Mohan, Technikchef des Dot-info-Betreibers Afilias, hatte Microsoft und andere zu einer adhoc-Abwehrgemeinde gegen den ersten conficker-Wurm zusammengetrommelt und tut dies wohl als Mitglied des ICANN-Security-Vorstands zur Zeit noch einmal – auf höherem Level.

Er meint, das Y2K-Problem war nur ein Programmierfehler, Conficker aber sei geplant und bösartig. Dr Fiesling könne durchaus Teile des Internets ganz lahmlegen, wenn die Programmierguppe um den Wurm es darauf anlege. Mit ein paar Millionen infizierter PCs – auch die genaue Anzahl ist umstritten – stünde die größte Drohnen-Armee der Welt bereit. Krieg der Sterne sei eben nicht mehr gar so abwegig.

Ein großer Rundumschlag um die conficker-Entwicklung der letzten Monate, wie man den Schädling erkennt und beseitigt und was die verschiedenen Stimmen dazu sagen, findet sich in einem ausführlichen Report auf IT im Unternehmen. (Manfred Kohlen)

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