Online-Shopping: Feilschen lohnt sich

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Wie eine Stichprobe der Verbraucherzentrale NRW zeigt, sind die meisten Online-Händler durchaus bereit, ihren Kunden Preisnachlässe zu gewähren.

Bei 60 Verkäufern von Fahrrädern und Küchengeräten fragten die Verbraucherschützer testhalber nach einem Rabatt von 10 Prozent. Nur zehn reagierten nicht – der Rest ließ mit sich handeln und gewährte zum Teil größere Preisnachlässe als angefragt oder überraschte mit Zugaben.

Fahrrad, Mikrowelle oder Kaffeeautomat – im Schnitt erhielten die Testkäufer 7 Prozent Rabatt. Und während die großen Händler in der Regel mit standardisierten Absagen auf das Ansinnen reagierten, waren die kleinen Versender ziemlich großzügig.

Vor allem bei den Fahrrädern lohnte sich das Nachfragen, da die Händler den Käufern 5 bis 10 Prozent einräumten, was – je nach Rad – einer Ersparnis zwischen 10 und 190 Euro entsprach. Einige knüpften das an die Bedingung, der Käufer müsse per Vorkasse oder Nachnahme zahlen.

Bei den Verkäufern von Küchengeräten waren die Verbraucherschützer zwar nur bei elf von 30 Anfragen erfolgreich. Allerdings betrug der Rabatt bei einem Sektkühler satte 15 Prozent. Manch Händler animierte gar zum Feilschen und schrieb »Zehn Prozent kann ich Ihnen nicht gewähren« – schlussendlich sprangen noch vier Prozent Preisnachlass heraus.

Und auch wer keine Rabatte geben wollte oder konnte, versuchte den Kunden bei Laune zu halten: in fünf Fällen verzichtete man auf die Versandkosten, ein Händler verlängerte die Garantiezeit für eine Mikrowelle, ein anderer legte der Lieferung eine Packung Schokolade bei. (Daniel Dubsky)