Gartner warnt: Gefahr durch inoffizielle Sharepoint-Installationen

IT-ManagementIT-ProjekteKarriereNetzwerkeSicherheit

30 Prozent der Sharepoint-Server wurden ohne Wissen der IT-Abteilung installiert. Viele Abteilungsleiter und sogar Firmenchefs würden ihre eignen Server einrichten, ohne sich an Maßgaben zu halten, die sie oft selbst den IT-Chefs vorgaben, beklagt Gartner.

Die Marktbeobachter der Gartner Group schätzen, dass etwa 30 Prozent der SharePoint-Server in Unternehmen quasi illegal sind – sie wurden oft von den Managern selbst installiert, ohne die Server in die von der IT-Abteilung kontrollierten IT-Assets aufzunehmen,

Deren Sicherheit sei daher oft nicht gewährleistet, warnt Gartner. Weil Sharepoint relativ einfach zu installieren und zu nutzen ist, kommt es oft vor, dass Angestellte in Firmen schnell selbst mal einen Server installieren und dabei die IT-Abteilung und deren Policies umgehen. Diese “Rogue Deployments”, wie sie Gartner nennt, sind »nett« für Kleinunternehmer, aber sehr gefährlich für größere Firmen – wenn sie so die gesetzlichen Governance-Vorgaben umgehen, haben oft die IT-Mitarbeiter mit den juristischen Konsequenzen umzugehen.

Diese Server gäben zudem in vielen Fällen den falschen Nutzern Zugriff auf vertrauliche Infos und könnten sogar zum Einfallstor für Hacker werden, schreibt Gartner: »Sie können auf älteren ungepatchten Windows-Servern installiert sein, von denen die für Sicherheit Verantwortlichen gar nichts wissen.«

Solche inoffiziellen Server im Netz aufzuspüren, ist nun leichter geworden: Microsoft und Quest Software haben kostenlose Tools dazu veröffentlicht, die dem CIO oder Technikchef die Kontrolle wiedergeben könnten. (Manfred Kohlen)

Anklicken um die Biografie des Autors zu lesen  Anklicken um die Biografie des Autors zu verbergen