Studie: Sicherheitslücke IT-Entlassungen

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Experten für Risiko-Evaluierung und Computersicherheit befürchten, dass die Wirtschaftskrise ein völlig neues Bedrohungslevel verursachen könne: Ex-Mitarbeiter mit IT-Know-how.

Auf dem jährlichen eCrime Congress waren gleich Zweidrittel der von KPMG befragten Sicherheitsexperten überzeugt, dass die Entlassungswellen der Konzerne ein frisches Problem erzeugen könnten: Freigesetzte IT-Experten seien womöglich in naher Zukunft versucht, sich durch kriminelle Online-Aktivitäten finanziell zu versorgen.

Firmen, Finanzinstitute und vor allem e-Commerce-Portale
dürften wohl die bevorzugten Ziele der abtrünnigen IT-Profis. KPMG berichtet in seiner Studie, dass bereits 41 Prozent der Admins beobachtet haben wollen, dass die Angreifer inzwischen mit mehr Raffinesse ans Werk gehen. Fatal: Die Hälfte aller IT-Mitarbeiter glaubt nicht, dass die eigene Organisation ausreichend für ausgefeiltere Methoden vorbereitet sei. Das sieht auch Rick Howard so, Direktor von iDefense. KPMG-Partner Malcolm Marshall sieht sogar eine Kernschmelze des klassischen e-Business voraus, wenn der Trend erst übers Land fege.
(Ralf Müller)