Verwaiste Systeme sind ein neues Problem für IT-Admins

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Heftige Entlassungswellen schwappen durch große internationale Konzerne. Das hinterlässt ganze Abteilungen mit abgeschalteter oder gar verschwundener Hardware nebst ungenutzten Software-Lizenzen.

IT-Direktor Pat Beemer aus Seattle schildert aus seiner Firmenpraxis das Problem der vielen verlassenen Büros: “Einige der PC-Systeme enthalten sensible oder wichtige Daten. Wir wissen aber nicht, was wir tun sollen.” Die meist auch noch dürftig besetzte IT-Abteilung habe kaum Zeit, alle verlassenen Rechner zu sichern, den Bestand auf Vollständigkeit zu überprüfen und herauszufinden, wo sich noch wichtige Daten verstecken oder gar schon auf zwei Beinen mit den Ex-Mitarbeitern die Werkstore passiert haben.

Auch seien die IT-Manager vollauf damit beschäftigt, mit ihren Lieferanten über Rücknahme oder Rückvergütung von nicht mehr benötigten Software-Lizenzen zu verhandeln. So gehe es laut einem Computerworld-Bericht momentan vielen Unternehmen, die unzählige Desktops, Notebooks, Mobilgeräte und sogar große Server in verlassenen Gebäudeteilen vorfinden, die auch heruntergefahren noch monatliche Kosten verursachen. In vielen Fällen fehlen obendrein noch Passwörter, Dongles, Entschlüsselungscodes oder eben ganze Geräte. Eine vernünftige Aufarbeitung der Hinterlassenschaften überfordere viele IT-Belegschaften, berichten US-Analysten wie jene von Forrester Research.
(Ralf Müller)