Mobile Spiele: Fegt Apple iPhone die Nintendo DS vom Thron?

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Spiele-Software-Entwickler ngmoco setzt verstärkt auf Apples Mobiltelefon als Spielekonsole. Firmengründer Neil Young: »Das iPhone und der iPod Touch könnten sogar die dominante mobile Spieleplattform werden.« Seiner Meinung nach helfen die permanent verfügbare Online-Verbindung und das AppStore-Software-Verteilungsmodell enorm dabei.

Auf einer Keynote-Rede anlässlich der Games Developers Conference erklärte Young, dass schon Sonys PlayStation Portable das Feld räumen musste, als Nintendo mit der DS kam. Die konnte mehr und es war einfacher, Spiele auf sie zu portieren. Nur aufgrund der Tatsache, dass Spiele-Entwickler die herausragenden Hardware-Funktionen nutzten, die kein anderer hatte, konnte Nintendo den Markt für mobile Spiele fast schon alleine kontrollieren, zitiert ihn Information Week. Das aber könnten die Games-Profis auch aus dem iPhone hervorzaubern: Apples Smartphone mit dem Touchscreen und den Funktionen Accelerometer, Ortsbestimmung und stetiger Onlineverbindung könnten eine ganz neue Spielegeneration erschaffen.

»Lasst die Neinsager nicht glauben, die Apple-Geräte wären Schrott gegen eine DS oder PSP«, erklärte Young zum iPhone als Spielesystem. »Das iPhone ist gut, die Qualität der Spiele übersteigt sogar teilweise die ihrer Konsolen-Gegenstücke!«. Insbesonde das iPhone 3G sei besser als Sony und Nintendo – immer online und ständig unterwegs dabei. Es habe ein Potential von 30 Millionen Anwendern. Und dabei herrsche noch ganz wenig Konkurrenz bei den Spielen.

Apples AppStore sei zudem eine wunderbare Methode, die Software zu verteilen – »Es ist, als hätten Sie dien Supermarkt in der Tasche«, scherzt Young und zitiert genüsslich Apples Erfolgsmeldungen: Seit der AppStore gestartet wurde, hat er 800 Millionen Anwendungen verteilt und mehr als 25.000 Programme würden mit der mobilen Internetverbindung arbeiten. Die populärste Kategorie: Spiele. Die Funktionen des iPhone 3.0-Systems wie P2P, VoIP und Push-Mitteilungen  würden dies noch eine Stufe weiter drehen.

Youngs neues Spiel Livefire nutzt iPhones Multi-Touch, Onlineshopping in der Spiele-Oberfläche und Multiplayer-Funktionen. Das iPhone hätte die Spieleentwicklung revolutioniert. Von den Möglichkeiten für mobile Javaspiele auf herkömmlichen Smartphones und Games auf RIMs Blackberries sprach er noch nicht – doch auch hier tun sich lukrative Märkte auf, die noch brachliegen.  Blackberryworld.eu-Betreiber Markus Römmen: »Lauffähige Spiele gibt es bis dato kaum für den BlackBerry.« Durch den Blackberry Storm seien die User aber jünger geworden und somit das Interesse an Games gewachsen. Ein Markt entsteht erst noch, und Inquirer-Leser sind vornedran. (Manfred Kohlen)

Screenshot vom Multiplayer-iPhone-Spiel Livefire
(Screenshot vom Multiplayer-iPhone-Spiel Livefire)

ncomo Livefire

Games Developer Conference

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