VoIP für Firmen: Skype setzt nun auf SIP

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Wer bereits eine Internet-Telefonanlage mit dem offenen SIP-Standard betreibt, kann künftig das günstige VoIP-System Skype auch mit dem normalen Telefon nutzen.

Administratoren können jetzt das neue Skype for SIP austesten – die Betaversion steht zum Test zur Verfügung. Dazu müssen sich die Nutzer bei Skypeforsip.com anmelden und können die Software kostenfrei herunterladen.

Der Hersteller bietet ein Handbuch für die Nutzer, wie sie andere Skype-Anwender einfach mit dem Telefon anrufen können und wie jeder Skype-PC-Anruf an die normale Telefonanlage geht – damit arme Administratoren nicht zu sehr von den Nutzern mit Fragen geplagt werden.

Für den Netzwerk-Admin und seinen Chef stellt der Hersteller ein Business Control Panel bereit, in dem quasi ein Telefonbuch der Firma gespeichert werden kann, eine Aufstellung der Kosten und die Kontrolle, wer wann wohin telefoniert.

Die Skype-Telefongebühren ins Festnetz (»SkypeOut«), die in der Regel die meisten Call-by-Call-Anbieter noch unterbieten, lassen sich zuvor in einem Schwung einkaufen und dann über das Control Panel an die Mitarbeiter verteilen – eine Art Prepaid-System zur Kostenkontrolle, das so manchem Unternehmer gerade recht kommt.

Die neue Variante der VoIP-Software ist laut Skype sehr einfach zu installieren und lässt sich an jede Telefonanlage mit SIP (Session Initiation Protocol) anbinden. Gespräche zu anderen Skype-Nutzern sind nach wie vor kostenlos, die Anrufe in Festnetz und auf Mobiltelefone orientieren sich an den Preisen der »regulären« Skype-Nutzer. Da offenbar wenig Aufwand für die Netzwerkspezialisten mit dem Dienst verbunden ist, müssen sich einige Telekommuniationsunternehmen nun wohl warm anziehen.(Manfred Kohlen)

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