iPod-Reparaturdienst zockt Apple ab

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Apples Garantieprogramm hat einen Schönheitsfehler, der ausgenutzt wurde: Kunden können Ersatzgeräte erhalten, bevor sie ihre defekten eingeschickt haben. Mit gefälschten Seriennummern erschwindelte sich ein Reparaturdienst 9000 Geräte und machte sie zu Geld.

Im US-Bundesstat Michigan begab es sich einst in den Jahren 2006 bis 2008, dass ein gewiefter Reparaturdienst-Anbieter herausfand, wie die Seriennummern von Apples iPods beschaffen waren. Dazu die Sache mit dem bürokratiefreien Ersatzversand – wenn Apple nicht gemerkt hätte, dass Vieles versendet wurde und erstaunlich wenig eingegangen war, wäre Nick Woodhams schon ein gemachter Mann.

Apple verlangte nur die Seriennummer und eine Kreditkartennummer für den bürokratiefreien Versand. Die Kartenummer besorgte sich Woodhams bei Buy&Try-Aktionen, die Seriennummern konnte er durch schiere Logik echt aussehen lassen.

Nun findet endlich der Gerichtstermin statt – Apple hatte im vergangenen Juni Klage eingereicht. Nicholas Arthur Woodhams hatte nicht nur leere Kreditkartenkonten erfundener Personen, sondern auch die angeblichen Ersatzgeräte für  49 Dollar das Stück verkauft. Einem aktuellen Bericht zufolge hat der Ertrag gereicht, um viele Macintosh-PCs, ein teures Sportauto, ein Motorrad und volle Konten zu erwerben.

Das Gericht will nun das Besitztum des Reparaturservice-Betreibers pfänden. Im Apfel steckt wohl ein 75.000 Dollar teurer Wurm, schreibt die -US-Presse über den finannziellen Verlust des Anbieters – ganz abgesehen vom Ansehen. Sowohl Apple als auch die Opfer, die anfangs noch Geräte einsendeten, wollen nun ihren Teil von Woodhams illegal erworbenen Reichtümern zurück. (Manfred Kohlen)

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