Handystrudel erfasst Sony Ericsson, Palm und sogar Dell

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Sony Ericsson wird im aktuellen Quartal wohl nur noch halb so viele Geräte absetzen. Das ist übel, aber noch nichts gegen die Palm-Performance: minus 72 Prozent bei den Verkäufen. Das erschreckt Dell, die einsteigen wollten.

Aufgrund der schlechten Entwicklung möchte Ericsson aus dem Joint Venture mit Sony aussteigen. Während die Japaner noch nach genügend Geld suchen, um die Schweden auszubezahlen, muss das Joint Venture zugeben, in nur drei Monaten die Hälfte seiner Marktbedeutung eingebüßt zu haben. Damit fängt das Jahr für den Hersteller deutlich schlechter an als irgendwer dachte. Das kann Palm nur bestätigen, denn deren Abverkäufe sind mit minus 72 Prozent praktisch im freien Fall. Das war allerdings zu erwarten, da der kommende Plam Pre auf neuer Software-Plattform basiert und nicht abwärtskompatibel ist. Damit werden alle anderen Palm-Smartphones von der Versorgung abgeschnitten. Nun liegt die allerletzte Hoffnung des Unternehmens auf dem Pre. Allerdings startet das erhoffte “Jesusphone” in ein denkbar ungünstiges Marktumfeld.
Das haben auch schon die Texaner gemerkt. Daher überlegen sie sich in der Firmenzentrale in Austin, ob man die Ankündigung von neulich nicht doch wieder kassiert und auf ein Dell-Smartphone verzichtet, berichtet Marketwatch. Zumal die ersten Designentwürfe, die hinter verschlossenen Türen herumgezeigt wurden, keine große Euphorie entfachten. Ein simples Me-too-Produkt in einem schrumpfenden Markt dürfte leicht untergehen. Daher begeben sich die Dell-Ingenieure angeblich zurück ans Zeichenbrett, während die Manager auf bessere Zeiten warten. (rm)

Reuters

Marketwatch

Hält Palm noch durch bis zum Pre-Launch?