Bundespräsident ist gegen Gewaltspiele

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Der Bundespräsident Horst Köhler hat sich im Rahmen seiner Rede für die Opfer von Winnenden zum Thema Gewaltspiele geäußert und hält sie für eine der Tatursachen. Er ist allerdings gegen ein generelles Verbot.

»Zum Beispiel wissen wir doch schon lange, dass in ungezählten Filmen und Computerspielen extreme Gewalt, die Zurschaustellung zerstörter Körper und die Erniedrigung von Menschen im Vordergrund stehen. Sagt uns nicht der gesunde Menschenverstand, dass ein Dauerkonsum solcher Produkte schadet?«, fragt sich der Bundespräsident Horst Köhler in seiner Trauerrede vom Samstag, »Ich finde jedenfalls: Dieser Art von “Marktentwicklung” sollte Einhalt geboten werden«.

Weiterhin fügt er an, dass er etwas ändern möchte: »Das sollten wir alle wollen. Und da ist nicht nur der Staat gefordert. Es ist auch eine Frage der Selbstachtung, welche Filme ich mir anschaue, welche Spiele ich spiele, welches Vorbild ich meinen Freunden, meinen Kindern und Mitmenschen gebe. Zur Selbstachtung gehört es, dass man “Nein” sagt zu Dingen, die man für schlecht hält – auch wenn sie nicht verboten sind«. Die meisten Menschen hätten seiner Meinung nach ein Gespür für Gut und Böse: »Also handeln wir auch danach!«, so der Bundespräsident. (Maxim Roubintchik)