Online-Diebstahl wächst langsamer

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Trotz Wirtschaftsflaute verlangsamt sich das Wachstum bei den finanziellen Schäden, die durch Klau der Finanz- und Kartendaten auftreten.

In keinem EU-Land wird von Datendieben mehr Geld gestohlen als in England. Im vorigen Jahr waren es umgerechnet nur bei den Bank- und Kreditkarten-Betrügereien etwa 350 Millionen Euro, ein Plus von 13 Prozent, ermittelte Apacs, Spezialist für Zahlungsabwicklungen. Die Inseln gelten als Trendbarometer für das Festland, daher dürfte sich das nachlassende Wachstum auch in den Festlandsmärkten einstellen.

Erste Gegenmaßnahmen greifen
Tröstlicher Fakt: Explodierte 2007 noch das Geschäft der Cybergauner – dank des riesigen Volumens im Online-Shopping – ließ der Aufwärtstrend in den vergangenen zwölf Monaten um 33 Prozent nach. Zu verdanken sei das teilweise den Gegenmaßnahmen. Kartenfirmen wie Visa oder MasterCard haben heute bessere Authentifizierungssysteme am Start, erzählt Apacs-PR-Dame Jemma Smith dem Newsdienst VNUnet.

Schadensvolumen wächst weiter
Die Online-Diebstähle von Kartendaten verursachen bereits 54 Prozent der finanziellen Schäden, die durch sämtliche Betrügereien mit Plastikgeld entstanden sind. Seit 2007 gingen auf diesem Wege bei den absoluten Beträgen 132 Prozent mehr Geld verloren. Die Hauptwaffen der Gelddiebe seien nach wie vor Malware und Phishing.
(Ralf Müller/mt)

Weblinks
Apacs
Apacs Fraud-Zahlen
MasterCard SecureCode
Visa Online-Authentifizierungssystem
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