Löst Großbestellung von AMD Teil der Krise in Taiwan?

FinanzmarktKomponentenUnternehmenWorkspace

AMD-Tochter ATI zwingt Chiphersteller in Taiwan dazu, die schon zwangsbeurlaubten Angestellten wieder in die Werkshallen zu holen.

Kommende Woche stellt ATI neue Grafikchips vor. Die aber müssen erstmal produziert werden Die AMD-Tochter lastet nun mit Großbestellung die Chiphersteller TSMC und UMC in Taiwan aus. Beide hatten aber schon viele Arbeitnehmer in den Zwangsurlaub geschickt und müssen zusehen, diese wieder in ihre Fabriken zu holen.

Die Großaufträge enthalten die Produktion von 30.000 Wafers mit neuen Grafikchips, die im 2. Quartal kommen sollen, schreibt die China Times (hier im traditionellen chinesisch). Da die eigenen Fabriken, die künftig zur arabisch finanzierten TheFoundry gehören (etwa das Werk in Dresden), offenbar diese Chips nicht zu krisenvertretbaren Preisen produzieren können, gingen die Aufträge an die Taiwaner.

Die neuen AMD-Grafikprozessoren RV790 (55nm) und RV740 (40nm) sollen schon im April 2009 auf den Markt kommen. Mehr Daten sollen übrigens auf einer Pressekonferenz kommende Woche bekanntgegeben werden. Die Taiwaner freuen ich zwar, aus ihrem Auftragsloch wieder herauszukommen – im Januar und Februar hätte AMD nur je 2000 Wafer in Auftrag gegeben – doch ganz so einfach ist es nicht, die gut geschulten Mitarbeiter wieder zurückzuholen – viele davon haben sich jetzt Urlaub genommen – bevor die üblihe Regenzeit dort im April beginnt.

Zumindest die AMD-Tochter braucht sich offenbar nicht mehr so sehr zu fürchten vor der Krise. Bei der Mutterfirma dagegen sieht es übler aus – sie hat Angst, von Intel wegen ihrer Auslagerung der Fabriken in die neue Firma TheFoundry aus dem Patent-Austausch-Deal mit Intel tatsächlich “ausgesperrt”  zu werden. (Manfred Kohlen).

AMD
ATI
TSMC

UMC
China Daily

Anklicken um die Biografie des Autors zu lesen  Anklicken um die Biografie des Autors zu verbergen