Ein roter Bull(e): Sicherer Mini-Datentransporter

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Firmendaten können wertvoller sein als der Inhalt eines Geldkoffers. Wer digitale Schätze offline von Punkt A nach B sicher transportieren muss, könnte an der Neuheit von Hersteller Bull Gefallen finden.

Erinnert sich jemand noch an den französischen Computerhersteller Bull? Der ist heutzutage als Bull Information Systems unterwegs und hat für die diplomatischen Mitarbeiter des EU-Rates ein nettes kleines Handheld in Bullenrot entwickelt. Das Gerät in PDA-Größe heißt sinnigerweise Globull und ist vom Prinzip her bloß eine externe Festplatte. Die recht bescheidenen 60 GByte Kapazität erschrecken angesichts von einem Preisschild über knapp 500 Euro. Den saftigen Aufpreis soll man berappen für die Verschlüsselung. Klar, die könnte man auch selber auf einem externen Drive hinkriegen. Bull bietet allerdings eine 256-bit-AES-Verschlüsselung an, für die ein fest integrierter Sicherheitschip zuständig ist, der die Daten »on the fly« ver- und entschlüsselt. So werde der Taschenknirps zur Mini-Data-Vault, aus der kaum jemals ein Firmengeheimnis entkommen dürfte.
Das Gerät wird über einen Touchscreen gesteuert, der auch für die Authentifizierung zuständig ist. Dabei vertraut der Hersteller nicht auf abfangbare PIN-Nummern, sondern auf Fingerabdrücke. Daten werden über den USB-Port an Windows- oder Linux-Rechner übertragen. Firmen mit virtualisierter Umgebung können auf der Platte eine geschützte Partition anlegen und einen entsprechenden Client (100 Euro Aufpreis) installieren. Ein zentrales Admin-Tool für das Firmennetz kann eine größere Zahl Globulls konfigurieren und ihren Status im Auge behalten. Bull Information Systems will ab 6. April seinen Globull verkaufen. Und das Gerät auf der InfoSecurity Europe vorführen.
(rm)

Bull Information Systems

Globull

InfoSecurity Europe 2009