Datenschützer wollen Googles Online-Dienste schließen

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Eine amerikanische Gruppe von Datenschützern hat bei der US Handelskommission Beschwerde eingereicht. Sie bezweifelt, dass Google die gespeicherten Daten sicher verwahren kann.

Vertreter des Electronic Privacy Information Center (EPIC) haben eine 15 Seiten lange Beschwerde eingereicht. Darin fordern sie die Federal Trade Commission (FTC) auf Googles Online-Services so lange zu schließen, bis man sich sicher sein kann, dass Google verantwortungsbewusst mit den personenbezogenen Daten umgeht. Zudem fordert EPIC, dass Google sämtliche Verstöße gegen Datenschutzregelungen und Lecks öffentlich kommuniziert. Die Datenschützer spielen damit unter anderem auf die Sicherheitslücke in Google Docs an, die Anfang dieses Monats dazu geführt hatte, dass private Daten veröffentlicht wurden.

EPIC kritisiert vor allem Googles zwiespältige Firmenpolitik. Auf der einen Seite versichert der Suchmaschinenbetreiber seinen Anwendern, dass die Daten sicher verwahrt werden. Auf der anderen Seite sagen Googles Nutzungsbedingungen, dass man keine Verantwortung dafür übernehmen möchte.

Google hat die Beschwerde noch nicht im Detail durchgelesen, versichert jedoch, dass Cloud Computing in vielen Fällen sogar sicherer sein kann, als »die Daten auf dem eigenen Rechner zu speichern«. (Maxim Roubintchik)