Intel droht AMD mit Rücknahme der x86-Lizenz

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Vergangene Woche eröffnete AMD sein neues Spin-Off GlobalFoundries mit Geld aus arabischen Ländern. Das aber ist nun eine ganz neue Firma mit neuen Eigentümern, und das gefällt Intel nicht. Das AMD-Intel-Cross-Lizenzgeschäft von 2001 sei damit nicht mehr gültig, schreien die Anwälte. Die Abwanderung in eine neue Fima sei klarer Vertragsbruch. Angst vo der neuen Power der arabischen Investoren?

Nun beschuldigen sich beide Seiten, den Lizenzaustausch-Vertrag zu verletzen. Wenn GlobalFoundries keine reine AMD-Tochter mehr ist, sei dies nicht vom Vertrag abgedeckt, sagen Chipzillas Anwälte. Die Rechtsabteilung von AMD schießt zurück: Intels Drohung alleine sei schon ein Vertragsbruch.

Der Chipriese droht nun, den Vertrag zurückzunehmen, wenn sich nicht innerhalb von 60 Tagen eine Lösung finden sollte. AMD stünde dann ohne legale Technik für Clones von Intel-Chips da. Doch umgekehrt könnte AMD auch Intel das Leben madig machen und seine Lizenzen ebenfalls zurücknehmen: Die 64-Bit-Techniken, die Intel nutzt, stammen in groen Teilen von AMD.

Bislang verdienen vor allem Anwälte am neu ausgebrochenen Ehestreit der CPU-Granden. Das aber ist vielleicht gar nicht so schlimm: vielleicht endet so die Abhänigkeit des Marktes von den alten X86-Strukturen und gibt endlich Platz für Neues frei. (Manfred Kohlen)

Slashdot

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