Cisco steigt mit Ex-Partnern in den Ring

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Die Zeiten sind hart, da müssen neue Geschäftsfelder her, sagt sich Cisco. Und legt sich auf dem Blade-Server-Markt mit den einstigen Freunden HP, Sun, Dell und IBM an.

Einigermaßen philosophisch spricht Cisco davon, dass sein Unified Computing System (UCS), das Server, Datenspeicher, Virtualisierung und Netzwerkfunktionen bündelt, keineswegs so gemeint sei, dass nun der Kampf der Titanen anstehe oder dass man es HP, IBM oder Dell jetzt richtig zeigen wolle – aber zumindest die Börse sieht das offenbar anders und ließ die Kurse genau dieser Konkurrenten kurz nach der UCS-Ankündigung abrutschen.

Immerhin verspricht Cisco mit dem System ja auch einiges: Es soll acht Blades behergen können, mit Virtualisierungsprogrammen von VMware und Microsoft arbeiten und Kosten für Datenzentren und Energieverbrauch durch mögliche Konsolidierungen senken. Dazu soll die neue Blade-Server-Architektur IT-Administratoren mehr Flexibilität bieten.

Bei der Gretchen-Frage “Intel oder AMD” schlägt Cisco sich in die Ecke von Goliath und nutzt die Xeon-Server-Mikroprozessoren der nächsten Generation.

Dass man in Zeiten knappe Budgets auf Kundenseite voller Begeisterung sofort in das neue Cisco-Produkt investiert, wird wohl nicht erwartet – deshalb wahrscheinlich auch die verhaltene Wortwahl gegenüber der Konkurrenz. Womit allerdings allgemein gerechnet wird, ist ein allgemeiner Preisverfall, der vor allem die Verwalter knapper Budgets freuen dürfte. [Sylvie Barak / gk]

The Inquirer UK

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