Niedersachsen fordert: World of Warcraft erst ab 18

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Das Bundesland hat heute eine neue Initiative präsentiert: Ziel ist es süchtig machende Online-Spiele erst ab 18 Jahren freizugeben.

Die niedersächsische Sozialministerin Mechthild Ross-Luttmann will den Jugendschutz bei Computerspielen auch auf Online-Games ausweiten. So soll ihrer Meinung nach des beliebte World of Warcraft künftig nicht mehr ab 12, sondern erst ab 18 Jahren erhältlich sein. Dadurch sollen Kinder und Jugendliche vor dem Suchtpotential des Spieles verschont bleiben, so die FAZ. Eine heute veröffentlichte Studie hat gezeigt, dass WoW das beliebteste Computerspiel fünfzehnjähriger ist. Die Befragten verlieren sich durchschnittlich 3,9 Stunden täglich in der Online-Welt – 8,5 Pozent zeigen suchtartiges Verhalten mit Kontrollverlust und Entzugserscheinungen.

Sie fordert deswegen allgemein eine höhere Altersgrenze für solche Spiele und schärfere Kontrollen in den Läden. Dazu plant sie künftig jugendliche Testkäufer einzusetzen, die entsprechende Läden infiltrieren sollen. Beachtet ein Händler die Altersfreigaben nicht, so drohen Bußgelder. (Maxim Roubintchik)