Europa testet die Datenübertragung von Übermorgen

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Die UMTS/3G-Verbreitung ist noch weit von der Marktsättigung entfernt, am Horizont lauert schon 4G, während ein Konsortium praktische Versuche mit einer kabellosen 12,5 Gbit/s-Übertragung anstellt. 5G?

Von IPHOBAC dürfte kaum jemand gehört haben. Das gemischte öffentlich-private Europa-Konsortium arbeitet fleißig an einer revolutionären Übertragungstechnik, die Wellen im Millimeterbereich nutzt. Das verspreche nicht nur superflotte Datenraten von bis zu 12,5 Gbit in der Sekunde, sondern auch breite und damit lukrative Anwendungsmöglichkeiten: Als kommender Mobilfunkstandard, für Zugangs- und Gebäude-Netzwerke, für den Einsatz bei Instrumenten (Auto), im Radarbereich, in der Sicherheitstechnik, bei der Radio-Astronomie et cetera pp.
Das hochfrequente mm-Band (die Wellen haben eine Länge zwischen 1 und 10 mm) soll im bislang kaum genutzten Radiospektrum von 30 bis 300 Gigahertz (GHz) betrieben werden. Das Besondere ist die Verschmelzung von Radiowellen mit optischer Technologie.
Die von der EU geförderte IPHOBAC ist kein Papiertiger. Selbstbewusst kündigt sie an, dass es nur ein paar Jahre dauere, bis der normale Europäer die neue Technik im Alltag wird einsetzen können. Die Erforschung und Entwicklung der mm-Technologie läuft nämlich schon seit rund drei Jahren. Mit den Grundzügen fertig sein will man gegen Jahresende. Momentan laufen erste Feldtests. (rm)

Iphobac Survey

Information Society Technology

Science Daily