Computer-Spiele: Zentausende Kinder sind süchtig

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Allein unter den deutschen Neuntklässlern sind mehr als 14 000 Schüler computerspielsüchtig, wie eine Studie jetzt ergab. Weitere 23 000 gelten als stark gefährdet.

An normalen Wochentagen sitzen Jungs mittlerweile 130 Minuten vor dem Rechner und spielen, an den Wochenenden sind es sogar 167 Minuten pro Tag. Fast jeder Sechste zockt sogar länger als viereinhalb Stunden – das ist das alarmierende Ergebnis einer Studie des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen (KFN). Nach Informationen des Spiegels stuft man mehr als 14 000 Schüler der neunten Klassen als süchtig ein und weitere 23 000 als gefährdet. Vor allem Online-Rollenspiele haben demnach ein hohes Suchtpotenzial, allen voran World of Warcraft. Die befragten 15-jährigen WoW-Spieler verlieren sich durchschnittlich 3,9 Stunden täglich in der Online-Welt – 8,5 Pozent zeigen suchtartiges Verhalten mit Kontrollverlust und Entzugserscheinungen. Die Alterseinstufung für das Spiel müsse von 12 auf 18 Jahre angehoben werden, fordert KFN-Leiter Christian Pfeiffer laut dem Spiegel-Bericht.

Mädchen spielen zwar weit weniger am Computer als Jungen, doch auch hier hat die Studie eine deutliche Zunahme der Spielezeiten aufgedeckt. Seit 2005 verdreifachte sich die Spielzeit an Schultagen, an den Wochenenden kam es zu einer Verdopplung. (Daniel Dubsky)