Spieleindustrie wehrt sich gegen Killerspiel-Vorwürfe

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Die deutsche Spieleindustrie warnt vor Verallgemeinerungen und vorschnellen Schlüssen. Der Amoklauf in Winnenden sei nicht auf gewalttätige Computerspiele zurückzuführen.

Auf dem Rechner des 17-Jährigen Ex-Realschülers wurde der Taktikshooter Counterstrike gefunden. Der Präsident der deutschen Stiftung für Verbrechensbekämpfung und Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble nahmen die Gelegenheit wahr, um sich wieder für eine Verschärfung des Medienrechts auszusprechen. Die Spieleindustrie ist da anderer Meinung: »Einzelnen Medienberichten ist zu entnehmen, dass im Haushalt des Delinquenten Computerspiele gefunden wurden, die ihn zur schrecklichen Tat ermutigt haben sollen. Die Tatsache, dass der Täter im Besitz von Computerspielen war, ist nicht weiter verwunderlich – Computerspiele sind ein fester Bestandteil der Jugendkultur«, so heiß es in der offiziellen Stellungnahme des Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware (BIU).

Der Spieleverband möchte die Politiker und Medien darauf hinweisen nicht »den Blick auf die eigentlichen Tatumstände durch eine unsachliche Debatte über ein Verbot von sogenannten “Killerspielen” zu verstellen«. Das deutsche Jugendschutz und Mediengesetz sei laut dem BIU das weltweit engmaschigste System. (Maxim Roubintchik)

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