Nach Amoklauf: Computerspiel-Verbot wieder in aller Munde

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Der Präsident der deutschen Stiftung für Verbrechensbekämpfung möchte Gewaltspiele verbieten lassen und auch Innenminister Schäuble ist für eine Verschärfung des Medienrechts.

Hans-Dieter Schwind, der Präsident der deutschen Stiftung für Verbrechensbekämpfung, ist überzeugt, dass ein totales Verbot von gewalttätigen Computerspielen und eine Verschärfung des Waffenrechts helfen Amokläufe an Schulen zu vermeiden. Der Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble zeigte sich entschlossen eine Verschärfung des Zugangs zu Gewaltdarstellungen in Medien prüfen zu lassen. Er ist allerdings strikt gegen eine Änderung des Waffenrechts, da er nicht sieht »welche wie auch immer geartete Änderung des Waffenrechts« die Tat hätte verhindern können, zitiert ihn das österreichische Fernsehen. Laut Schäuble sind die Auflagen bereits stickt genug.

Auf dem Rechner des 17-Jährigen Amokläufers aus Winnenden wurde der Taktik-Shooter Counterstrike gefunden. Der Teenager hatte in den letzten Monaten viel Zeit mit Computerspielen verbracht, so die örtliche Polizei. Schäuble zeigte sich jedoch einsichtig und gab zu, dass mit gesetzlichen Regelungen allein sich eine solche Tat nicht verhindern lässt. Die Frage sei eher: »Was ist in unserer Gesellschaft los«, so der Innenminister. (Maxim Roubintchik)