Konkurrenz für Intels Atom-CPU

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Intels erfolgreiche Atom-CPU für Netbooks könnte schon bald Konkurrenz bekommen. Analysten sehen vor allem die Prozessoren von ARM in einer starken Position.

Angesichts der aktuellen Marktsituation sind langfristige Prognosen eher ein Glücksspiel. Für den Prozessormarkt wagen die Marktforscher trotzdem eine Vorhersage. So glaubt Analyst Robert Castellano von The Information Network, dass bis 2012 in 55 Prozent der Netbooks eine günstige ARM-CPU (Cortex-A9-Architektur) eingebaut sein wird und nicht etwa die bis dato konkurrenzlos dominierende Atom-Technik von Intel.

Seine Begründung: Die teurere Kombination aus Intel-Microsoft-Produkten wird sich nicht am unteren Ende der Preisskala halten können. Statt dessen werde die Atom-Dominanz durch günstigere Multicore-Prozessoren plus Linux oder Android gesprengt. Auch stehe Nvidia mit Tegra in den Startlöchern und VIA peile ebenfalls den Netbook-Markt an.

Hersteller wollen Intel nicht verprellen
Die IDC-Marktforscher kommen laut EETimes auf eine abweichende Einschätzung: Sie sehen zwar auch Alternativen zur x86-Architektur in die Netbooks vordringen, glauben aber nur an einen Marktanteil von maximal 20 Prozent bis 2012. Nicht aufgrund technischer Überlegenheit, sondern weil Hersteller wie Asustek es sich wegen ihrer Notebook-Modelle nicht mit Intel verderben wollen, argumentiert IDC-Vizepräsident Mario Morales.
(Ralf Müller/mt)

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