Analyse: IT-Abteilungen entlassen die falschen Leute

IT-ManagementIT-ProjekteKarriere

In der Folge der Rezession wird in manchen Unternehmen die Sense geschwungen. Auch die IT-Mitarbeiter bleiben nicht verschont, was aber zu falschen Entscheidungen führen könne.

Die Marktbeobachter von Forrester Research warnen die Unternehmen, insbesondere die verantwortlichen CIOs, in ihren IT-Abteilungen bloß nicht die falschen Kräfte abzubauen. Genau diese Tendenz sei leider schon zu beobachten, meldet ein aktueller Forrester-Report. Gerade IT-Planer, Einkaufs- und Relationship-Manager würden auf der Abschussliste der Abteilungsleiter ganz oben stehen.

»Ironischerweise sind diese Fachleute gerade jene, die eine IT-Organisation in eine krisenbeständige, kosteneffektive Maschinerie verwandeln könnten. Doch sie werden als erstes vor die Tür gesetzt, da sie weder beim Aufbau der IT-Hardware noch bei der Wartung der Systeme benötigt werden«, führt Studienautor Marc Cecere aus. Sein Gegenvorschlag: Genau diese Spezialisten einsetzen, um ein Redesign der IT-Aufgaben anzugehen, um die Kosten der gesamten Infrastruktur deutlich zu senken.

Im Rahmen der Studie »Resizing Business in a Downturn« hat sich Deloitte Consulting mit der gleichen Problematik beschäftigt. Auch hier wird den IT-Abteilungen dringend geraten, ihre Kostenstruktur neu zu bewerten und statt kurzfristiger Sparmaßnahmen lieber einen strukturellen Ansatz zu versuchen. Dadurch könne nämlich im Idealfall die gesamte IT-Organisation schlanker, schlagkräftiger und doch günstiger gestaltet werden. »Mit den richtigen Maßnahmen kann die Firma besser positioniert, die Margen verteidigt und sogar Marktanteile von ungeschickter agierenden Mitbewerbern aufgesammelt werden«, regt Deloitte-Strategist Omar Aguilar an.
(Ralf Müller)