YouTube in Großbritannien ohne Musikvideos

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Das Videoportal hat fast alle Musikvideos für britische Nutzer gesperrt, nachdem man sich nicht mit den Rechteverwaltern auf die Höhe der Ausgleichszahlungen einign konnte.

Musikvideos tragen zum großen Erfolg von YouTube einen wichtigen Teil bei, ist doch nahezu jeder Künstler mit seinen Clips beim führenden Videoportal vertreten. Britische Internet-Nutzer müssen nun aber auf die meisten Musikvideos verzichten, weil Google sie gesperrt hat. Nachdem der Vertrag mit dem Rechteverwalter Performing Right Society (PRS) auslief, konnte man sich nicht auf eine Verlängerung einigen. PRS verlange »viel, viel mehr« als bisher, erklärt man im Weblog, so dass eine Vertragsverlängerung unerschwinglich sei – mit dem Abspielen jedes einzelnen Musikvideos verliere man bedeutende Mengen Geld. Da PRS sich auch weigere, offen zu legen, um die Rechte welcher Songs es überhaupt geht, hat man erst einmal alle Videos geblockt, die von Plattenfirmen übermittelt wurden beziehungsweise an denen Plattenfirmen Rechte banspruchen. (Daniel Dubsky)