Seagate & AMD führen SATA mit 6 Gbit/s vor

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Die beiden Hersteller stellten gestern in New Orleans die Früchte ihrer Kooperation vor: Zwei Festplatten mit Hochgeschwindigkeits-Datentransfer.

Die beiden SATA-Prototypen basieren auf Seagate-Barracuda-Modellen, die mittels AMD-Chipsatz aufgebohrt wurden. Bei 7.200 Umdrehungen waren effektiv bis zu 5,89 GBit pro Sekunde Datentransfer zu beobachten. Die Platten saßen dabei in einem üblichen Desktop-PC.

Mit ihrer Demonstration auf der Xchange-Konferenz in New Orleans wollten Seagate Technology und Advanced Micro Devices beweisen, was die nächste SATA-Generation zu leisten imstande sei. Die aktuell verbauten Platten kommen heute üblicherweise auf Datentransferraten von 1,5 oder maximal 3 Gbit/s. Das Seagate-AMD-Interface verdoppele nicht nur diesen Wert, sondern bleibe auch noch abwärtskompatibel zu den bisherigen Interfaces, behaupten die Hersteller. Sogar die Verbindungskabel und Stecker der vorhergehenden SATA-Generation seien verwendbar.

»Wir versuchen einfach nur, den Highway freizuräumen, bevor der Datenstau zu extrem wird«, lautete der launige Kommentar von Seagate-Manager Marc Noblitt gegenüber eWEEK. Und weiter: »Vor ein paar Jahren war uns schon klar, dass wir eine SATA-Stufe von 6 Gb/s brauchen würden. Wir hatten die Verbreitung ursprünglich für 2011 geplant, aber nun peilen wir an, dass es schon Ende des Jahres der neue Festplatten-Standard sein wird.« Eine klare Ansage.
(Ralf Müller)