Bayern: »Qimonda kriegt keine Steuergelder«

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Der bayerische Wirtschaftsminister hat finanzielle Hilfen für Infineons angeschlagene Speichertochter abgelehnt: Die Verantwortung liege primär beim Unternehmen, so der Minister.

Der bayerische Wirtschaftsminister Martin Zeil möchte Qimonda nicht helfen. »Es gibt keinen Automatismus, Steuergelder zur Rettung einzusetzen, wenn Firmen in eine Schieflage geraten«, begründet er seine Entscheidung. Zudem übersteigt eine Rettung des Speicherherstellers die finanziellen Möglichkeiten des Freistaates.

Unternehmen können sich nur dann über Steuergelder freuen, wenn sie strenge Kriterien erfüllen – was bei Qimonda leider nicht der Fall ist, so Zeil. Für ihn ist es wichtig den Markt nicht zu verzerren. »Der Staat ist nicht der bessere Unternehmer«, zitiert ihn die Nachrichtenagentur APA.

Der Konzern hatte im Januar Insolvenz angemeldet und liegt Infineon bereits seit einer ganzen Weile auf der Tasche. Rund 12.000 Mitarbeiter beschäftigt das Unternehmen weltweit, davon 4.600 in Deutschland. Falls in den nächsten Monaten kein Käufer gefunden wird, werden die Beschäftigten höchstwahrscheinlich vor die Tür gesetzt. (Maxim Roubintchik)