IBM stellt Storage-Server für den Hausgebrauch vor

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Zeitgenossen mit einer ausgiebigen medialen Sammelleidenschaft oder einem florierenden Home Office könnten sich für die jüngste Hardware des Konzerns begeistern: IBM XIV SS bringt bis zu 80 TByte Platz in die Stube.

Ein NAS-orientierter Storage Server für das Heim-Netzwerk und Platz für 180 Festplatten? Das klingt zunächst abwegig. Doch der IBM XIV hat ihn nicht für Unternehmen vorgesehen und daher auch auf RAID verzichtet. Was für den Kunden nicht schlimm ist, kann es doch bei Raid 5/6 mit wachsender Kapazität ganz schön lange dauern, größere Datenmengen auf eine Platte zu verschieben.

Im Maximalfall passen in den XIV Storage Server also 180 Festplatten je 1 TByte. Netto ergibt das etwas weniger als die Hälfte an Kapazität, da Platz für Redundanzen und Cache bleiben muss. Als Storage Controller werden Quad-Xeon-Prozessoren eingesetzt, die mit einem hauseigenen Algorithmus die Sektoren mehrerer Platten gleichzeitig beschreiben. IBM verspricht, bei Ausfall einer Festplatte dauere es nur 30 Minuten, die Daten auf einem neuen Laufwerk wieder aufzubauen. Das wäre ein fabelhafter Wert.

Um derartige Input-Output-Mengen zu verarbeiten, braucht der Server natürlich enorm viel Bandbreite. Daher sind in der Mitte der Einheit zwei Racks mit 24-Port-iSCSI-Switches vorgesehen. Die Management-Software für das System wurde für die Nutzung im Home Office entsprechend einfach gestrickt. Die Anlage eines neuen Pools dauert nicht einmal 30 Sekunden. Alle komplexen Aufgaben wurden automatisiert.
(Ralf Müller)