1800 Euro für eine SMS

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Weil er eine ausländerfeindliche Kurznachricht weitergeleitet hatte, muss ein 28-Jähriger nun 1800 Euro zahlen.

»Mit Öffnen dieser SMS haben Sie einen Türken getötet«, stand in der SMS, die der Lindenberger während der Fußball EM im vergangenen Jahr weiterleitete. Vor Gericht erklärte er nun, kein Ausländerfeind zu sein – er habe die Nachricht versehentlich weitergeschickt, weil er »noch schlecht beinander vom Vorabend« gewesen sei. Ganz glauben mochte der Richter zwar nicht, dass ein geübter Handy-Nutzer eine SMS versehentlich verschickt habe, dennoch stellt er das Verfahren laut Allgäuer Zeitung ein. Der 28-Jährige erhielt jedoch die Auflage, 1800 Euro an das türkische Zentrum Wangen zu zahlen. (Daniel Dubsky)