Taiwan rettet sechs DRAM-Hersteller

Data & StorageIT-ManagementIT-ProjekteStorage

Während bei uns über die Rettung von Privatfirmen noch diskutiert wird, greift die Regierung des chinesischen Inselstaates beherzt ein und hilft einem halben Dutzend Speicherfabriken aus der Klemme.

Gestern noch bestätigte die politische Führung des Landes gegenüber Bloomberg, sechs DRAM-Hersteller in eine rettende Konstruktion namens »Taiwan Memory Company« (TMC) zu überführen. Es handelt sich im einzelnen um Inotera Memories, Powerchip Semiconductor, ProMOS Technologies, Nanya Technology, Rexchip Electronics und Winbond Electronics. Was die Operation kosten wird, wurde nicht erwähnt. Im Markt wurde spekuliert, dass es 6 Milliarden Dollar sein könnten.

Der Staat möchte diese Auffanggesellschaft nicht alleine kontrollieren, sondern sucht künftig ein Partnerunternehmen, vorzugsweise einen Halbleiterhersteller aus Japan oder Amerika. Im Gespräch sind zum Beispiel Elpida Memory und Micron Technology, berichtet EEtimes. Die Regierung möchte ihren Firmenanteil auf unter 50 Prozent dücken, erzählt Wirtschaftsminister Yin Chi-ming.

Geführt werden soll TMC ab Sommer von John Hsuan, dem früheren CEO von United Microelectronics. Hsuan unterbricht für diese Aufgabe extra seinen Ruhestand. Laut den Erhebungen von Dramexchange Technology kommt TMC rein rechnerisch auf einen Anteil von 23 Prozent des weltweiten DRAM-Marktes. Samsung allein allokiert 25 Prozent.
(Ralf Müller)