Hat sich Oracle mit seiner Strategie verrechnet?

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Nach einem dreijährigen Firmenübernahme-Marathon besitzt der Software-Riese nun 44 Tech-Firmen. Mit einer Menge Kunden, von denen viele gerade von Kaufunlust geplagt werden.

Man kann alle IT-Kunden unter der Sonne haben, aber wenn sie ihre Budgets einfrieren und keine neue IT mehr ordern, kann auch Oracle keine Softwareprodukte und Services dafür ausliefern. Und genau da scheint der Schuh zu drücken, denn trotz der jüngsten 13-Milliarden-Dollar-Kauforgie des Konzerns ist im Markt zu hören, dass Oracle diesen Monat womöglich sein schlechtestes Geschäftsquartal seit 15 Jahren wird melden müssen.

Die Warnung kommt von Analysten wie Patrick Walravens von JMP Securities: »Unsere Daten lassen vermuten, dass es im Augenblick für Oracle gar nicht gut läuft. Auch andere IT-Quellen schlagen einen sorgenvollen Ton an und glauben, dass die Lizenzumsätze des Konzerns die schlechtesten sein sollen, von denen wir je gehört haben.«
Das vorherige Oracle-Quartal war noch ganz in Ordnung gewesen. Die geringe Investitionsbereitschaft der Unternehmen und eine Umorientierung hin zu kostenlosen oder günstigen Open Source Angeboten würden doppelt hart zu Buche schlagen.
(Ralf Müller)