MS-Versprechen: Windows 7 läuft wunderbar auf Netbook

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Wenn sie könnten, würden die Borg eine Auslieferungspause für Netbooks verordnen. Statt dessen müssen sie sich damit begnügen, die Abermillionen von Netbook-Besitzern auf Windows 7 einzuschwören.

MS-Manager Bill Veghte ist dafür verantwortlich, dass Windows 7 ein Erfolg wird. Davon hängt mehr ab als nur seine Karriere, braucht der Großkonzern doch das Geld seines einstigen Top-Umsatzbringers. Sein Problem: Desktops sind sowas von out. Hipp sind dagegen die niedlichen Netbooks, die prima mit Linux und Windows XP auskommen. Das hungrige Vista läuft ohnehin nicht auf ihnen. Nun muss Veghte der Welt verklickern, dass die Vista-Weiterentwicklung Win 7 das schafft. Und zwar so gut, dass es sich lohnt, die spürbare Netbook-Verteuerung durch die Win-7-Lizenz in Kauf zu nehmen. Eine knifflige Aufgabe.
Also versucht man es quasi mit Bestechung: Software-Beigaben sollen IT-Leiter, Entwickler und Firmenangestellte anlocken. Und für Netbooks werde es gleich zwei Versionen geben: Eine extrem abgespeckte Variante für die kleinsten Netbook-Modelle und eine vollgestopfte Premium-Edition für die fetteren Geräte der zweiten und dritten Generation.
Über die Lizenzpreise und Margen mochte sich Veghte nicht so richtig auslassen. Nur ein Hinweis rutschte ihm heraus: Zwischen einem Netbook mit Windows XP und dem gleichen Gerät mit Premium-Win-7 liege der Gegenwert eines vollen Benzintanks. Wetten, er meint nicht unbedingt einen vollgetankten Polo, sondern eher einen Hummer oder Lambo? Realistisch dürften es also schätzungsweise 50 Euro mehr für einen Win-7-Basic-Netbook und gut 100 Euro mehr für einen Win-7-Premium-Netbook werden. Dafür wäre auch eine schöne externe Festplatte drin. Was denken Sie, zahlt jemand freiwillig den etwa 20-prozentigen Win-7-Aufschlag? (rm)

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